Erfolgsstory 2018: Gyro-Tasse – Sophie Wagner und Milan Unterfenger im Interview

Die Gyro-Tasse ist eine Erfindung speziell für Parkinsonkranke. Wie seid Ihr auf diese spezielle Idee gekommen? Was waren eure Beweggründe?

Wir beide sind bei Jugend Forscht und haben im Rahmen eines Brainstormings vom Gyroskope Sensor erfahren. Mein Vater hat eine Praxis für Physiotherapie. Dort werden auch Parkinson Patienten behandelt. Da haben wir uns gedacht, dass es doch ganz sicher eine Möglichkeit gibt den Menschen dabei zu helfen, einen Schluck ohne das Verschütten der Flüssigkeit zu trinken.

 

In eurer Tasse steckt, wie bei RTL gesehen, eine ganze Menge Technik. Woher wusstet Ihr wie Ihr die Tasse bauen müsst? Hattet Ihr externe Hilfe bei der Umsetzung eurer Idee?

Zunächst einmal haben wir natürlich viele Dinge selbst ausprobiert. Das hat natürlich nicht immer alles perfekt geklappt. Hilfe hatten wir von unserem Betreuer und auch durch das Internet. Das Internet hat uns zum Beispiel sehr im Punkto Verkabelung geholfen.

 

Wie seid Ihr auf den Wettbewerb gestoßen?

Bei Jugend Forscht wird man oft über Wettbewerbe informiert und nimmt regelmäßig an ihnen teil. Unser Projektbetreuer hat uns dann explizit auf den Ideenwettbewerb hingewiesen. Das Lustige hierbei ist jedoch, dass wir den Wettbewerb nach unserer Bewerbung etwas vergessen hatten und plötzlich eine E-Mail von Ihnen bekommen haben, in welcher stand, dass wir gewonnen haben. Die Nachricht zog natürlich eine große Überraschung, als auch Freude mit sich!

 

Wie hat euch die Teilnahme weitergeholfen?

Das Beste war, dass wir uns natürlich sehr bestätigt gefühlt haben. Motivation und Ehrgeiz werden dadurch natürlich zusätzlich gestärkt. Durch den Wettbewerb konnten wir dann auch bei RTL in der neuen Show „5.000 EUR – Hol dir die Kohle für deine Idee“ auftreten. Bei RTL zu gewinnen, was auch richtig toll. Es hilft einem einfach unglaublich weiter und man sammelt weiter tolle Erfahrungen.

 

Ihr habt euch den Nachwuchssonderpreis verdient.  Habt ihr dadurch ein Netzwerk an Partnern / Sponsoren / Unterstützern gefunden?

Durch den Preis sind wir ja auch weiter zu RTL gekommen. Hierdurch entstanden viele neue Kontakte und Beziehungen. Beispielsweise konnten wir den Kontakt zu einer Parkinsongruppe aufbauen und wurden sogar eingeladen dort unsere Gyro-Tasse im Januar nächstes Jahr vorzustellen. Wir erhoffen uns dadurch viele neue Tipps für unsere Idee.

 

Euer Tipp für Ideengeberinnen bzw. Gründerinnen?

Das Wichtigste ist schlicht die Motivation und es wirklich zu wollen. Wenn man von seiner Idee überzeugt ist, dann lohnt es sich auch dafür hart zu kämpfen. Außerdem muss man sehr viel Zeit mit sich bringen. Personen zu kennen oder zu finden die sich zum Beispiel mit Technik auskennen ist weiterhin von großem Vorteil.

Jedoch, um wirklich seine Idee zu verwirklichen muss man, auch wenn es mal nicht so läuft, hart daran arbeiten immer und wirklich immer dran zu bleiben. Es gilt immer weiter zu machen, egal was passiert.

 

Investiert Ihr noch viel Zeit für Eure Tasse, Ihr geht immerhin noch immer zur Schule?

Wir gehen mindestens einmal die Woche zu Jugend forscht. In den Ferien natürlich deutlich öfter. Vor Wettbewerben geben wir jedoch besonders viel Gas. Wenn wir mal nicht zu Jugend forscht gehen, suchen wir uns trotzdem immer neue Sachen beispielsweise zum Thema Programmierung raus. Wir entwickeln zum Beispiel gerade eine App die in der Lage ist den Flüssigkeitsstand zu messen und die Patienten ans Trinken zu erinnern.

 

Wie sind eure Pläne für die Zukunft? Bzw. Wo seht ihr euch in ca. 5 Jahren?

Wir wollen unsere Tasse weiter testen und öfter Versuchen können. Unser absoluter Traum wäre es natürlich die Tasse eines Tages im Verkauf anbieten zu können und damit vielen Menschen das Leben mit Parkinson zu erleichtern. Dazu brauchen wir natürlich weitere Sponsoren und Investoren. Für unsere Idee kämpfen wir weiter und freuen uns sehr auf die Zukunft.